GlobalBlock: Schutz für Marken in mehr als 800 Domainendungen

Mit Globalblock+ erstreckt sich der Markenschutz auf tausende Varianten

Eine Marke kann ?ber Jahrzehnte aufgebaut werden. Sie kann f?r Vertrauen stehen, f?r Qualit?t, f?r ein Unternehmen, das Millionen Menschen kennen. Und manchmal gen?gen wenige Minuten, um genau dieses Vertrauen auszunutzen: Jemand registriert eine Domain, die aussieht wie die Adresse des Unternehmens, baut eine t?uschend echte Webseite darauf und verschickt E-Mails an Kunden oder Mitarbeiter.

Was fr?her vergleichsweise ?berschaubar war, ist zu einem weltweiten Katz-und-Maus-Spiel geworden.

Lange Zeit mussten Unternehmen ihre Marken vor allem unter den klassischen Domainendungen wie .com, .net oder .org im Blick behalten. Heute existieren weit ?ber tausend Top-Level-Domains. Und mit jeder neuen Domainendung entstehen nicht nur neue M?glichkeiten f?r Unternehmen und Internetnutzer, sondern auch neue Spielfelder f?r Cyberkriminelle.

Sie nutzen bekannte Namen f?r Phishing, Identit?tsdiebstahl, CEO-Fraud oder t?uschend echte Kopien von Unternehmenswebseiten. Dabei gen?gt es oft, wenn eine Internetadresse auf den ersten Blick glaubw?rdig erscheint. Der Empf?nger einer E-Mail pr?ft selten Buchstabe f?r Buchstabe, ob die Domain tats?chlich dem Unternehmen geh?rt, dessen Namen sie tr?gt.

F?r Markeninhaber entsteht daraus ein beinahe unl?sbares Problem. Nat?rlich k?nnten sie versuchen, m?glichst viele Domains selbst zu registrieren. Doch wo sollte man beginnen ? und wo aufh?ren? Bei Hunderten oder sogar mehr als tausend m?glichen Domainendungen wird aus einer scheinbar einfachen Vorsichtsma?nahme schnell ein gewaltiges Portfolio. Hinzu kommen Schreibvarianten, Tippfehler und ?hnlich aussehende Zeichen.

Selbst gro?e internationale Unternehmen k?nnen nicht jede denkbare Kombination registrieren.

Genau an dieser Stelle ver?ndert GlobalBlock das Prinzip des defensiven Markenschutzes. Die Idee besteht nicht darin, immer mehr Domains zu registrieren. Stattdessen wird verhindert, dass andere sie ?berhaupt registrieren k?nnen.

Die Blockierung erfolgt auf Registry-Ebene. Entspricht eine gew?nschte Domain einer gesch?tzten Marke, kann ein Dritter sie bei den teilnehmenden Domainendungen nicht registrieren. Der Markeninhaber muss also nicht Hunderte einzelne Domains kaufen, verl?ngern und verwalten. Gesch?tzt wird nicht jede Domain einzeln, sondern die Marke ?ber eine Vielzahl von Domainendungen hinweg.

Aus dem Wettlauf um immer mehr defensive Registrierungen wird damit Pr?vention.

Doch auch Cyberkriminelle haben ihre Methoden ver?ndert. Sie verwenden l?ngst nicht mehr ausschlie?lich die exakte Schreibweise einer bekannten Marke. Oft ist gerade die fast richtige Domain besonders gef?hrlich.

Ein ?o? kann wie eine ?0? aussehen, ein kleines ?l? wie ein gro?es ?I?. Zeichen aus anderen Alphabeten k?nnen lateinischen Buchstaben so ?hnlich sein, dass der Unterschied auf einem Smartphone oder in einer E-Mail praktisch nicht auff?llt. Solche sogenannten Homoglyphen sind f?r Phishing-Angriffe besonders attraktiv: Der Nutzer glaubt, die vertraute Domain vor sich zu haben, obwohl er tats?chlich eine andere Adresse besucht.

Hier setzt GlobalBlock+ an. Der erweiterte Schutz beschr?nkt sich nicht auf die exakte Schreibweise einer Marke, sondern erfasst zus?tzlich zahlreiche visuell ?hnliche Varianten. Gerade dort, wo der menschliche Blick get?uscht werden kann, entsteht so eine zus?tzliche Schutzschicht. Mit Globalblock+ erstreckt sich der Markenschutz auf tausende Varianten.

Wie dynamisch dieses Schutzsystem inzwischen geworden ist, zeigt seine j?ngste Erweiterung. 61 weitere Domainendungen sind hinzugekommen. Damit umfasst GlobalBlock inzwischen 841 Top-Level-Domains.

Hinter dieser Zahl verbirgt sich eine bemerkenswerte Reichweite: Rund 62 Prozent aller weltweit existierenden Domainendungen und 75 Prozent aller generischen Top-Level-Domains werden inzwischen erfasst. Allein im laufenden Jahr kamen 131 weitere Endungen hinzu. Gegen?ber dem Vorjahr entspricht dies einem Wachstum von mehr als 18 Prozent.

Dabei geht es keineswegs nur darum, m?glichst viele Domainendungen auf einer Liste zu sammeln. Entscheidend ist, welche Namensr?ume hinzukommen.

Bereits im Fr?hjahr wurden mit den De-Domains und Cn-Domains zwei der weltweit bedeutendsten l?nderspezifischen Domainendungen integriert. Mit der j?ngsten Erweiterung kommen nun weitere spezialisierte Namensr?ume hinzu, darunter Bot-Domains, Deal-Domains, Now-Domains, Aero-Domains und Locker-Domains.

Auch geografisch wird das Netz dichter. Mit Mu-Domains f?r Mauritius, Mn-Domains f?r die Mongolei und Tz-Domains f?r Tansania kommen weitere L?nderendungen hinzu. Der Schutz w?chst damit zugleich in etablierten M?rkten und in Regionen, deren digitale Bedeutung zunimmt.

F?r Unternehmen, die GlobalBlock bereits einsetzen, geschieht all dies weitgehend im Hintergrund. Sie m?ssen nicht bei jeder neu aufgenommenen Domainendung entscheiden, ob eine weitere defensive Registrierung sinnvoll ist. Sobald eine Registry in das System aufgenommen wird, erweitert sich der bestehende Schutz automatisch.

Neue Vertr?ge sind daf?r ebenso wenig erforderlich wie zus?tzliche Geb?hren. Auch die Preise f?r GlobalBlock, GlobalBlock+ und die DPML-Bridge-Services bleiben unver?ndert.

Gerade darin liegt ein wesentlicher Unterschied zur klassischen Strategie defensiver Domainregistrierungen.

Wer Domains einzeln registriert, muss jede neue Domainendung beobachten, bewerten und gegebenenfalls registrieren. Danach beginnt die eigentliche Arbeit erst: Domains m?ssen verwaltet und regelm??ig verl?ngert werden. Kommen neue Endungen auf den Markt, beginnt der Entscheidungsprozess von vorn.

GlobalBlock folgt einem anderen Prinzip: Das Schutzsystem w?chst mit dem Domain Name System. Schlie?t sich eine weitere Registry an, vergr??ert sich automatisch auch der Raum, in dem die Marke vor Registrierungen durch Dritte gesch?tzt ist.

Das ist mehr als eine administrative Erleichterung. Denn die eigentlichen Kosten eines Domainmissbrauchs entstehen selten durch die Domain selbst.

Eine missbr?uchlich registrierte Domain kostet den Angreifer m?glicherweise nur einen kleinen Betrag. F?r das betroffene Unternehmen k?nnen die Folgen dagegen erheblich sein. Rechtsanw?lte m?ssen eingeschaltet, Beschwerde- oder Recovery-Verfahren eingeleitet und m?glicherweise Kunden gewarnt werden. Noch schwerer wiegen Sch?den, wenn ?ber die Domain tats?chlich Phishing-Angriffe durchgef?hrt, Zugangsdaten gestohlen oder Zahlungen umgeleitet werden.

Und schlie?lich gibt es einen Schaden, der sich kaum in einer Rechnung beziffern l?sst: verlorenes Vertrauen.

Wer auf einer vermeintlichen Unternehmensseite betrogen wurde, unterscheidet sp?ter nicht immer zwischen dem tats?chlichen Unternehmen und demjenigen, der dessen Namen missbraucht hat. Die Marke wird damit zum unfreiwilligen Werkzeug des Angreifers.

Genau deshalb verschiebt sich moderner Domain-Markenschutz zunehmend von der Reaktion zur Pr?vention. Die entscheidende Frage lautet nicht mehr nur: Wie bekommt ein Unternehmen eine missbr?uchlich registrierte Domain zur?ck? Sondern immer h?ufiger: Wie l?sst sich verhindern, dass sie ?berhaupt registriert wird?

Mit inzwischen 841 gesch?tzten Domainendungen gibt GlobalBlock darauf eine zunehmend umfassende Antwort. Das System zeigt zugleich, wie sehr sich Markenschutz im Internet ver?ndert hat. Er kann nicht mehr statisch sein, weil auch das Internet nicht statisch ist.

Neue Domainendungen entstehen. Neue M?rkte entwickeln sich. Neue Angriffsmethoden kommen hinzu.

Und der Schutz muss mit ihnen wachsen.

Hans-Peter Oswald

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