Kosten und Unsicherheit belasten Betriebe am stärksten

Randstad-ifo-Studie: Stimmung in der Wirtschaft

Eschborn, Juli 2026 ? Die aktuelle Randstad-ifo-HR-Befragung zeigt ein ver?ndertes Lagebild: Nach Jahren, in denen der Fachkr?ftemangel die Debatte stark gepr?gt hat, stehen f?r viele Unternehmen heute kurzfristige wirtschaftliche Belastungen im Vordergrund. Besonders Kosten, Unsicherheit und Auftragslage bestimmen derzeit die Einsch?tzung der befragten Betriebe.

Die aktuell wichtigsten Belastungsfaktoren f?r Unternehmen:

– Hohe Energie-, Material- oder Betriebskosten (63 %)
– Unsicherheit ?ber die wirtschaftliche Entwicklung (62 %)
– Schwache Nachfrage / Auftragsr?ckgang (45 %)
– Fachkr?fte- oder Personalmangel (36 %)
– Hoher Personal- oder Arbeitsdruck in den Teams (26 %)
– St?rungen in Lieferketten oder Beschaffung (16 %)
– Keine wesentlichen Belastungen (3 %).

Fachkr?ftemangel nur ?berlagert, nicht gelindert

Der Vergleich mit fr?heren Randstad-ifo-Befragungen zeigt, wie stark die aktuellen Krisen und die anhaltend kritische Wirtschaftslage die Situation der Unternehmen dominieren.

In einer Befragung im 4. Quartal 2023 wurde der Fachkr?ftemangel noch als gr??te Herausforderung sichtbar: 87 % der befragten Unternehmen sahen darin eine Herausforderung. Damals nannten die Betriebe b?rokratische bzw. gesetzliche H?rden (76 %), steigende Energie- und Standortkosten (74 %) und eine schwache Konjunktur (73 %) als weitere Belastungsfaktoren.

Und noch im Vergleichsquartal (Q2) des Vorjahres war der Arbeits- und Fachkr?ftemangel f?r 52 % der Betriebe relevanter als ein m?glicher Stellenabbau. Nur 9 % der Unternehmen gaben im vergangenen Jahr an, dass ein Abbau von Arbeitspl?tzen die gr??ere Sorge darstelle.

?Die Zahlen zeigen keine Entwarnung beim Fachkr?ftemangel, sondern eine Verschiebung der akuten Priorit?ten?, sagt Henri Viswat, CEO Randstad Deutschland und DACH Region. ?Viele Unternehmen m?ssen derzeit vor allem Kosten, Unsicherheit und eine schw?chere Nachfrage managen. Der Arbeitskr?ftemangel tritt aber nur vor?bergehend hinter andere Belastungen zur?ck ? und wird sp?testens dann wieder st?rker sp?rbar, wenn Auftr?ge anziehen oder freiwerdende Stellen nicht schnell genug nachbesetzt werden k?nnen. Auch das strukturelle Problem des demografischen Wandels bleibt bestehen. Unternehmen brauchen deshalb beides: kurzfristige wirtschaftliche Stabilit?t und eine Personalplanung, die ?ber die aktuelle Lage hinausdenkt.?

?ber die Randstad-ifo-HR-Befragung
Die vorgestellten Ergebnisse stammen aus der Randstad-ifo-HR-Befragung Q2 2026. Die Befragung wird quartalsweise durch das ifo-Institut im Auftrag des Personaldienstleisters Randstad durchgef?hrt. Die Studie befragt 500 bis 1000 Personalverantwortliche in deutschen Unternehmen unterschiedlicher Gr??e und Branchen.

Keywords:Unternehmen,Wirtschaft,Belastungen,Energie

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