Wärme braucht Richtung: Veranstaltung „Zukunft Fernwärme“ vernetzt Branche und Politik

Berlin, 26. Februar 2026 – Wie gelingt Fernw?rme so, dass sie f?r den Geb?udebestand verl?sslich planbar wird – bezahlbar, klimawirksam und umsetzbar? Dieser Frage widmete sich die Abendveranstaltung „Zukunft Fernw?rme“ am 23. Februar 2026 in Berlin. Die KUGU Home GmbH brachte gemeinsam mit der SAMSON AG ?ber 50 pers?nlich geladene G?ste aus Wohnungs- und Energiewirtschaft sowie der Politik zusammen.

Im Mittelpunkt stand die Rolle der Fernw?rme als zentrale Infrastrukturaufgabe. Berlin verf?gt mit ?ber 2.000 km ?ber das gr??te Fernw?rmenetz Westeuropas; entsprechend gro? ist die Bedeutung f?r die Klimaziele der Stadt. Der Berliner Klimapakt 2025-2030 setzt daf?r einen klaren Rahmen und adressiert die Dekarbonisierung zentraler Systeme als Schl?ssel zur Zielerreichung. Im Austausch zeigte sich, wie eng Zielbilder und Priorit?ten, nachvollziehbare Kostenpfade und Umsetzungshorizonte zusammenh?ngen: Nur wenn Rollen und Prozesse klar und Zeitachsen realistisch sind, lassen sich Anschlussentscheidungen gezielt treffen und Investitionen im Bestand planbar vorbereiten.

Fernw?rme als Schl?ssel zur W?rmewende
Franziska Giffey, Senatorin f?r Wirtschaft, Energie und Betriebe, er?ffnete den Abend mit einer Keynote und stellte die Fernw?rme als zentralen Baustein der W?rmewende heraus. Der Berliner Klimapakt 2025-2030 gebe daf?r die Richtung vor. Entscheidend sei nun, dass Planung und Ausbau verl?sslich ineinandergreifen, damit Fernw?rme Versorgungssicherheit, Bezahlbarkeit und Klimaschutz zusammenbringt. Die Gr??enordnung ist erheblich: In der Berliner Quellenbilanz 2022 werden rund 36 Prozent der CO2-Emissionen des Prim?renergieverbrauchs der Fernw?rme zugerechnet. Im Anschluss vertiefte Senatorin Giffey die zentralen Punkte im Gespr?ch mit KUGU-Gesch?ftsf?hrer Christopher von Gumppenberg. Im Fokus standen die Rahmenbedingungen der Dekarbonisierung und das Zusammenspiel der Akteure.

Perspektiven aus Praxis und Bestand
Die Podiumsdiskussion brachte die Perspektiven der Versorgungs- und Bestandshalterseite zusammen: Dr. Nicola Kleppmann (Leiterin Digitalisierung, Fernheizwerk Neuk?lln AG) schilderte die Anforderungen aus Netz- und Betriebsrealit?t, erg?nzt durch einen Vertreter eines gro?en Berliner Wohnungsunternehmens. Moderiert wurde das Panel von Dirk Eggers (Gesch?ftsf?hrer SAMSON KT-Elektronik) und Christopher von Gumppenberg. Im Gespr?ch zeichnete sich ein gemeinsames Bild ab: Technische L?sungen und vielversprechende Ans?tze sind vorhanden – jetzt kommt es darauf an, diese gemeinsam in den Betrieb zu ?berf?hren und an den Schnittstellen zwischen Netz und Bestand konsequent zum Laufen zu bringen.

Frau Dr. Kleppmann betonte, dass daf?r durchg?ngige Daten und klare Prozesse ma?geblich seien, damit Fernw?rme vom Netz bis zur ?bergabestation zuverl?ssig betrieben und gesteuert werden kann. Aus Sicht der Wohnungswirtschaft kommt hinzu, dass Anschlusswege und Kostenpfade fr?hzeitig nachvollziehbar sein m?ssen, um Umstellungen im Bestand sauber vorzubereiten. Dirk Eggers setzte zum Schluss noch eine ambitionierte Marke: „Ziel ist, dass Berlin die Hauptstadt der Digitalisierung in der Fernw?rme wird.“

Technik und Daten: gemeinsam f?r messbare Dekarbonisierung
Damit Fernw?rme-Strategien im Bestand wirksam werden, braucht es belastbare Betriebsdaten und L?sungen, die schnell greifen. KUGU digitalisiert Heizungsanlagen herstellerunabh?ngig und optimiert den Betrieb datenbasiert, ohne umfangreiche bauliche Eingriffe. So lassen sich im Durchschnitt ?ber 20 Prozent Energie und Kosten einsparen, KUGU garantiert 12 Prozent. „L?sungen m?ssen im Alltag schnell wirken. Wir machen Energiedaten im Heizungskeller nutzbar und schaffen damit einen direkten Beitrag zur CO2- und Kostensenkung – gerade in Best?nden, die nicht auf Knopfdruck saniert werden k?nnen“, sagte Christopher von Gumppenberg.

SAMSON erg?nzt diesen Ansatz mit Infrastruktur- und Netzbetriebskompetenz: Regelungs- und Betriebstechnik in W?rmenetzen und ?bergabestationen ist eine Voraussetzung f?r Dekarbonisierung. „Entscheidend ist, dass Infrastruktur und Geb?udeseite fr?hzeitig zusammengedacht werden, damit Ausbau und Anschluss reibungslos ineinandergreifen“, betonte Dirk Eggers. Die Synergien zwischen KUGU als digitalem Hebel im Geb?udebetrieb und SAMSON als Infrastruktur- und Betriebspartner in der W?rmeversorgung sind Grundlage der langfristigen Partnerschaft beider Unternehmen.

Vernetzt f?r die W?rmewende
Zum Abschluss zeigte der Abend vor allem eines: Der gemeinsame Wille, die Fernw?rme-Transformation verl?sslich und sozialvertr?glich voranzubringen, ist da. Das inhaltliche Programm und die anschlie?enden Gespr?che haben zentrale Punkte f?r mehr Orientierung gesch?rft – ein produktiver Impuls, den KUGU und SAMSON gemeinsam gesetzt haben.

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