Weltspartag: Ein Sparschwein macht noch keine Finanzbildung

GOLD.DE-Gesch?ftsf?hrer Korbinian G. Penzkofer fordert zum Aktionstag mehr Finanzbildung an Schulen und in Familien, weil grundlegendes Finanzwissen fehlt.

Laichingen, 22.10.2026 ? Die Idee, die auf den Internationalen Sparkassenkongress 1924 in Mailand zur?ckgeht, ist ?ber ein Jahrhundert alt. Die Frage, wie junge Menschen heute mit Geld umgehen, ist aktueller denn je. Eine Umfrage des Portals GOLD.DE zeigt: Das Interesse am Sparen ist da, das n?tige Wissen aber l?ckenhaft.

Jeder Dritte beantwortet nur eine von drei Basisfragen richtig

F?r die Umfrage hat GOLD.DE im Juli 2026 ?ber das Institut OmniQuest 1.000 Personen im Alter von 16 bis 35 Jahren befragt. Getestet wurde Grundwissen zu drei Themen:

? Inflation: Nur 52,2 Prozent nannten die aktuelle Inflationsrate in Deutschland richtig. Fast jeder Zweite lag daneben.

? Risikostreuung: 67,1 Prozent wussten, was ?Diversifikation? bedeutet. Rund jeder F?nfte (20,1 Prozent) hielt sie f?r das Parken von Geld auf mehreren Bankkonten.

? Brutto und netto: 74,9 Prozent kannten den Unterschied zwischen Brutto- und Nettogehalt, jeder Vierte nicht.

32 Prozent beantworteten nur eine der drei Fragen richtig.

Finanzbildung: TikTok schl?gt Klassenzimmer

Wer bringt jungen Menschen den Umgang mit Geld bei? Laut GOLD.DE-Umfrage eignen sich 34,7 Prozent der Befragten ihr Finanzwissen vor allem selbst an. F?r 30,5 Prozent sind die Eltern die wichtigste Wissensquelle. Bereits auf Platz drei folgen soziale Medien mit 19,0 Prozent. Die Schule nennen dagegen lediglich 9,8 Prozent. Damit geben fast doppelt so viele junge Menschen Social Media als wichtigste Quelle ihres Finanzwissens an wie den Schulunterricht. Weitere 6,0 Prozent erkl?ren, dass ihnen bislang niemand etwas ?ber Geld beigebracht hat. Die Unsicherheit spiegelt sich auch in der Selbsteinsch?tzung wider: Rund 29 Prozent bewerten ihr Finanzwissen als gering oder sehr gering, weitere 43,7 Prozent lediglich als mittel.

Gold kennt fast jeder. Investiert wird anders

Welche Anlageformen kennen junge Menschen und welche nutzen sie tats?chlich? Die Umfrage zeigt: W?hrend 72,0 Prozent der Befragten Gold als Anlageform kennen, investieren 20,6 Prozent auch tats?chlich darin. Aktien und ETFs werden mit 38,4 Prozent am h?ufigsten genutzt, gefolgt von Tagesgeld (36,6 Prozent) und Kryptow?hrungen (22,6 Prozent). Bemerkenswert: Mehr als jeder Vierte (25,8 Prozent) nutzt keine der abgefragten Anlageformen. Die Ergebnisse verdeutlichen, dass die Bekanntheit einer Anlageform nicht automatisch mit ihrer tats?chlichen Nutzung einhergeht.

Sparen allein macht noch kein Verm?gen

Wer fr?h mit dem Sparen beginnt, braucht daf?r kein gro?es Verm?gen. Schon 50 Euro monatlich summieren sich ?ber zehn Jahre auf 6.000 Euro. Hier sind m?gliche Ertr?ge oder Verluste noch nicht ber?cksichtigt. Entscheidend ist jedoch nicht allein, regelm??ig Geld zur?ckzulegen, sondern auch zu verstehen, wo es angelegt wird. Ob Tagesgeld, Aktien, ETFs oder Gold: Jede Anlageform bietet unterschiedliche Chancen und Risiken. Sparpl?ne k?nnen den Einstieg erleichtern, ersetzen aber keine fundierte Anlageentscheidung. Denn wer langfristig Verm?gen aufbauen m?chte, sollte nicht nur wissen, wie viel er spart, sondern auch, was bspw. mit seinem Geld passiert.

GOLD.DE hat f?nf goldene Regeln f?r den Verm?gensaufbau zusammengestellt:

? Budget ordnen, zum Beispiel nach der 50-30-20-Regel, wie von den Sparkassen empfohlen: 50 Prozent f?r Fixkosten, 30 Prozent f?r W?nsche, 20 Prozent f?r Sparen.

? Risiken streuen, d. h. Geld auf mehrere Anlageklassen verteilen. Gold sollte als Beimischung von etwa zehn Prozent im Portfolio vorhanden sein.

? Nur Risiken eingehen, die man tragen kann, und die finanzielle Reserve nicht f?r Anlagen verwenden.

? Sparguthaben nicht zweckentfremden.

? Staatliche F?rderungen nicht verschenken, etwa verm?genswirksame Leistungen oder die Fr?hstart-Rente.

Ein Sparschwein ist noch keine Finanzbildung: GOLD.DE fordert mehr Finanzwissen im Alltag

?Wir feiern seit ?ber 100 Jahren den Weltspartag. Und trotzdem k?nnen viele junge Menschen grundlegende Fragen ?ber Geld nicht beantworten. Das sollte uns zu denken geben. Wir zeigen Kindern, wie sie ihr Sparschwein f?llen. Aber viel zu selten, wie sie verhindern, dass die Inflation ihre Ersparnisse auffrisst. Sparen ohne Finanzwissen ist eben nur die halbe Miete. Finanzbildung geh?rt deshalb endlich selbstverst?ndlich in die Schulen und in die Familien.?, so Korbinian G. Penzkofer, Gesch?ftsf?hrer von GOLD.DE.

Gold kann f?r den Verm?gensaufbau einer von mehreren sinnvollen Bausteinen sein. Eltern sollten Geld und Anlage fr?h zu Hause altersgerecht thematisieren. Wie das funktionieren kann, zeigt GOLD.DE in einem Ratgeber zum Download. gold.de/elternleitfaden

?ber die Umfrage

Auftraggeber: GOLD.DE. Durchf?hrung: OmniQuest (Online-Omnibus). Erhebungszeitraum: Juli 2026. Stichprobe: 1.000 Personen im Alter von 16 bis 35 Jahren in Deutschland. Alle Angaben in Prozent; Mehrfachnennungen bei Fragen zu Anlageformen m?glich.

Mehr: gold.de/weltspartag

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