Wohnen auf Zeit: Aktuelle Studien zeigen wachsenden Bedarf an möblierten Unterkünften für mobile Fachkräfte

Gleich drei Untersuchungen aus dem Jahr 2026 kommen zu einem ?hnlichen Schluss: M?blierte Wohnungen auf Zeit sind l?ngst kein Randph?nomen mehr

M?blierte und befristet vermietete Wohnungen pr?gen den deutschen Wohnungsmarkt zunehmend. Nach einer im Januar 2026 ver?ffentlichten Auswertung des Instituts f?r Wohnen und Umwelt (IWU) im Auftrag des Bundesbauministeriums und des Bundesinstituts f?r Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) entfiel Ende 2024 in Gro?st?dten mit mehr als 500.000 Einwohnern bereits mehr als jedes dritte Wohnungsinserat auf dieses Segment; 2012 war es erst rund jedes siebte. Zwei weitere Studien aus dem Fr?hjahr 2026 ordnen ein, wer diese Wohnform nachfragt und wie treffsicher die geplante Regulierung w?re. F?r Anbieter tempor?rer Unterk?nfte ? vom Serviceapartment bis zur klassischen Monteurwohnung ? hat die Debatte unmittelbare Folgen, auch f?r spezialisierte Monteurunterk?nfte in industriestarken Regionen.

Fast jedes dritte Inserat in den Metropolen

In den gr??ten St?dten hat sich das Angebot an m?bliert und befristet vermieteten Wohnungen in den vergangenen Jahren kr?ftig ausgeweitet, w?hrend es in kleineren St?dten und l?ndlichen R?umen seit Jahren auf niedrigerem, stabilem Niveau verharrt. ?M?blierte und befristete Mietverh?ltnisse sind kein Randph?nomen mehr“, ordnet BBSR-Wohnungsmarktexperte Alexander Sch?rt die Ergebnisse ein; sie pr?gten den Wohnungsmarkt in den Metropolen zunehmend. Grundlage der BBSR/IWU-Auswertung waren mehr als 17,2 Millionen Online-Mietinserate aus den Jahren 2012 bis 2024, im Schnitt rund 300.000 pro Monat. Parallel zogen die Preise an: Bundesweit stieg die durchschnittliche Angebotsmiete f?r m?blierte Zeitwohnungen zwischen 2012 und Ende 2024 um mehr als 80 Prozent auf ?ber 27 Euro je Quadratmeter.

Die Forschenden sehen darin auch eine Ausweichbewegung: Ein Teil des unm?blierten Angebots werde in das weniger stark regulierte m?blierte Segment verschoben. Das Institut der deutschen Wirtschaft (IW K?ln) relativiert diese Lesart allerdings in einem Kurzbericht vom Februar 2026. In absoluten Zahlen sei die Menge m?blierter Wohnungen nur ma?voll gestiegen; der hohe Anteilswert erkl?re sich vor allem durch den Einbruch der konventionellen Angebote. Allein zwischen 2021 und 2025 sank die Zahl klassischer Mietinserate in den sieben gr??ten St?dten um rund 32.000 Wohnungen oder 23 Prozent.

Wer die Nachfrage tats?chlich treibt

Erstmals umfassend auf die Nachfrageseite blickt eine Prognos-Studie im Auftrag des Anbieters Wunderflats. Ausgewertet wurden rund 216.000 Interessentinnen und Interessenten. ?ber 80 Prozent von ihnen hatten einen konkreten, an die Lebenssituation gebundenen Bedarf. Die typischen Gruppen sind:

? Projekt- und Wissensarbeitende sowie mobile Fachkr?fte auf befristeten Eins?tzen
? internationale Studierende und Auszubildende
? Besch?ftigte, die absehbar nur zeitweise am neuen Arbeitsort leben

Bemerkenswert ist der Bezug zum Arbeitsmarkt: Berufe mit ausgewiesenen Fachkr?fteengp?ssen sind unter den Interessenten rund 1,4-mal so h?ufig vertreten wie im bundesweiten Durchschnitt. F?r fast die H?lfte der arbeitsmarktrelevanten Gruppen ist die m?blierte Unterkunft nach eigenen Angaben sogar Bedingung daf?r, ihr Vorhaben ?berhaupt anzutreten.

Wenn die Wohnung fehlt, bleibt Wertsch?pfung liegen

Prognos beziffert auch die volkswirtschaftlichen Folgen fehlender Angebote. Kommt ein geplanter Einsatz wegen Verz?gerung oder Nicht-Antritt nur eingeschr?nkt zustande, veranschlagt die Studie eine Wertsch?pfungsl?cke von mindestens rund 13.600 Euro je betroffener Person. Hochgerechnet ergeben sich daraus Gr??enordnungen im dreistelligen Millionenbereich allein f?r Berlin und im Milliardenbereich f?r Deutschland. Hinter diesen Zahlen steht eine strukturelle Entwicklung: Seit 2012 haben sich die befristete Zuwanderung von Erwerbst?tigen und die Zahl der Studierenden von au?erhalb der EU vervielfacht ? beides Gruppen mit hohem Bedarf an tempor?rem Wohnraum.

Streit um das richtige Ma? der Regulierung

Angesto?en wurde die aktuelle Debatte durch Pl?ne des Bundesjustizministeriums, die tempor?re Vermietung auf maximal sechs Monate und den M?blierungszuschlag auf h?chstens f?nf Prozent der Nettokaltmiete zu begrenzen. Ziel ist es, eine Umgehung der Mietpreisbremse zu erschweren ? ein Anliegen, das auch das IW ausdr?cklich f?r berechtigt h?lt, etwa mit Blick auf Vermieter, die f?r minimale Ausstattung hohe Aufschl?ge verlangen.

Zugleich warnen die ?konomen vor zu starren Grenzen. Markt?blich seien M?blierungsaufschl?ge von knapp 20 Prozent; eine Kappung bei f?nf Prozent tr?fe gerade Anbieter mit hochwertiger, vollst?ndiger Ausstattung. Wie stark eine feste Befristung wirken kann, zeigt die Prognos-Auswertung: W?rde die Vermietung auf drei oder sechs Monate begrenzt, w?rden nach eigenen Angaben mehr als 20 Prozent der Betroffenen ihren geplanten Arbeitsaufenthalt verk?rzen oder gar nicht erst antreten. Auch die Sechs-Monats-Grenze sei knapp bemessen ? schlie?lich brauche eine aus dem Ausland zugezogene Fachkraft oft l?nger, um im regul?ren Wohnungsmarkt Fu? zu fassen. Die Studien pl?dieren daher f?r eine Regulierung mit Augenma?, die Missbrauch eind?mmt, ohne ein nachgefragtes Segment zu besch?digen.

Was das f?r Industrieregionen bedeutet

Der Fokus der Untersuchungen liegt auf den Metropolen. Die dahinterstehenden Treiber ? mobile Fachkr?fte, Projekteins?tze, Handwerker- und Montageteams ? wirken jedoch besonders stark in industriell gepr?gten Regionen. In Baden-W?rttemberg etwa, wo Maschinenbau, Automobilzulieferer und Handwerk auf ausw?rtige Teams angewiesen sind, sind Monteurunterk?nfte ein fester Bestandteil dieses Marktes. Sie erf?llen genau die Funktion, die die Studien beschreiben: kurzfristig verf?gbarer, voll ausgestatteter Wohnraum f?r Menschen, die befristet vor Ort arbeiten.

Zu den regionalen Anbietern z?hlt die RAUMSCHMIDE GmbH aus G?ppingen, die in der Region Stuttgart, im Filstal und auf der Ostalb m?blierte Monteurunterk?nfte betreibt. Dass ausgerechnet die Ausstattungsqualit?t im Zentrum der Regulierungsdebatte steht, ist f?r Anbieter mit vollst?ndig eingerichteten Einheiten kein Nebenschauplatz. ?Unsere Apartments sind technisch im einwandfreien Zustand. Daf?r ist unser Team jeden Tag unterwegs“, sagt Mitgesch?ftsf?hrer Josua Schmid. Der Anspruch, den die Gesch?ftsf?hrung damit verbindet, deckt sich mit dem, was die Studien als Kern der Nachfrage beschreiben: ?F?r unsere Kunden die optimale L?sung finden, das ist mein Anspruch“, betont Gesch?ftsf?hrerin Tatjana Schmid.

?ber RAUMSCHMIDE

Die RAUMSCHMIDE GmbH mit Sitz in G?ppingen vermietet seit 2019 m?blierte Monteurunterk?nfte in Baden-W?rttemberg. An Standorten in G?ppingen, Heidenheim, Lorch, Ebersbach an der Fils und Altbach sowie im Raum Stuttgart stehen mehr als 200 Betten zur Verf?gung. Die Apartments sind voll ausgestattet, verf?gen ?ber Einzelbetten, komplette K?chen und kostenfreies WLAN; die Anreise erfolgt per Self-Check-in. Zielgruppe sind Handwerker, Monteure, Projektteams und Gesch?ftsreisende.

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