Konstruktiv statt misstrauisch: Der BFW Landesverband begrüßt den Berliner Mietenscan als fairen Weg

Der BFW Landesverband Berlin/Brandenburg begr??t die Einf?hrung des neuen, automatisierten Mietenscans durch das Land Berlin zur ?berpr?fung von ?ffentlich zug?nglichen Wohnungsangeboten auf m?gliche Verst??e gegen die Mietpreisbremse. Das digitale Pr?fverfahren setzt aus Sicht des Verbandes ein wichtiges Signal f?r faire Verh?ltnisse auf dem Wohnungsmarkt, da es gezielt auf pr?ventive Aufkl?rung setzt, anstatt pauschales Misstrauen gegen?ber der gesamten Vermieterseite zu sch?ren.

Wenn es um den angespannten Berliner Wohnungsmarkt geht, dominierte in der politischen Debatte zuletzt oft ein sp?rbarer Generalverdacht gegen?ber Eigent?mern. Dass der Senat Online-Inserate nun fl?chendeckend digital auf die Einhaltung der Mietpreisbremse pr?ft und Vermieter bei Unstimmigkeiten direkt kontaktiert, markiert hier einen erfreulich konstruktiven Wendepunkt. Das direkte Anschreiben tr?gt der Realit?t Rechnung, dass fehlerhafte Mietpreise im hochkomplexen Mietrecht oft gar nicht aus b?ser Absicht entstehen, sondern schlicht auf Unwissenheit oder Fehlinformationen beruhen.

Dabei kommt es nach Ansicht des Verbandes auf eine differenzierte Betrachtung an: Ein automatisierter Scan liefert zun?chst nur erste Anhaltspunkte. Umso wichtiger ist es, in jedem Einzelfall individuell und pr?zise zu ermitteln, wie hoch die Miete konkret sein darf. Das neue Verfahren bietet die Chance, ohne b?rokratische H?rden f?r Transparenz zu sorgen und zu pr?fen, ob die aufgerufene Miete tats?chlich ?berh?ht ist oder auf einer rechtlich zul?ssigen Ausnahme beruht. Aus diesem Grund ist es essenziell, im aktuellen Stadium konsequent von Verdachtsf?llen statt von festgestellten Verst??en zu sprechen ? eine fundierte rechtliche Bewertung kann erst nach der individuellen Pr?fung erfolgen.

F?r die organisierten Immobilienunternehmen im BFW Landesverband ist die strikte Rechtstreue ohnehin eine Selbstverst?ndlichkeit. Die gezielte Suche nach tats?chlichen ?schwarzen Schafen? auf dem Markt wird vom Verband daher ausdr?cklich unterst?tzt, auch um den Ruf der ?berw?ltigenden Mehrheit ehrlicher Vermieter zu sch?tzen.

Michael Kranz, Vorstandsvorsitzender des BFW Landesverband Berlin/Brandenburg, erkl?rt dazu: ?Dieser digitale Mietenscan ist ein vielversprechender und fairer Weg f?r alle Beteiligten. Er zeigt, dass smarte digitale L?sungen deutlich g?nstiger und effektiver sind als der b?rokratische Aufbau einer fl?chendeckenden ?berwachung im Stile eines Mietenkatasters. Wenn der Senat diesen Weg konsequent weitergeht, muss er allerdings auch bei den Zahlen vollkommen transparent bleiben: F?r ein ehrliches Bild auf dem Mietenmarkt reicht es nicht, nur die Anzahl der blo?en Verdachtsf?lle zu ver?ffentlichen. Wir fordern, dass zwingend auch die konkreten Ergebnisse der Nachforschungen ?ffentlich gemacht werden. Nur so sehen wir am Ende schwarz auf wei?, wie viele echte schwarze Schafe es wirklich gibt ? und bei wie vielen es sich lediglich um einen Beratungsbedarf handelt.?

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