Eschborn, Februar 2026 – Neben dem Stellenabbau in der deutschen Industrie ist die gesamtwirtschaftliche Produktivit?t derzeit in aller Munde. Welche Rahmenbedingungen k?nnen Mitarbeitenden helfen, in ihrem Job produktiver zu arbeiten? Aufschluss gibt das Randstad Arbeitsbarometer 2026 – neben K?nstlicher Intelligenz (KI) macht ein diverses, kollegiales Arbeitsumfeld einen Unterschied. Auch das Thema Autonomie spielt eine nicht zu untersch?tzende Rolle in diesem Zusammenhang.
Nicht die Pr?senz z?hlt
Im Arbeitsbarometer 2025 gaben 82 % der Arbeitnehmenden an, dass sie bessere Leistungen im Job erbringen, wenn sie ein Gemeinschaftsgef?hl empfinden. Und auch die Ergebnisse aus diesem Jahr weisen auf einen Produktivit?tseffekt von Gemeinschaft hin: 71 % meinen, produktiver zu sein, wenn sie kollaborativ arbeiten und im Arbeitsumfeld diverse Perspektiven ber?cksichtigt werden. Dies wird durch die Arbeitgeberseite best?tigt: Alle befragten deutschen Unternehmen heben Diversit?t mit Blick auf das Alter als Produktivit?tshebel hervor.
F?r Gemeinschaft braucht es keine Anwesenheit im B?ro. Im Randstad Arbeitsbarometer 2025 meinten 62 % der Befragten, dass Homeoffice und Remote Work das Gemeinschaftsgef?hl mit ihren Kolleg:innen sogar st?rken w?rde. „Mehr Pr?senz im B?ro wird die Produktivit?t in Unternehmen nicht steigern“, sagt Susanne Wi?feld, Gesch?ftsf?hrerin Business Innovations & Concepts bei Randstad Deutschland. „Vielmehr kommt es auf das richtige Arbeitsumfeld an – Mitarbeitende brauchen Freir?ume und heterogene Teams, die unterschiedliche Lebensentw?rfe und Erfahrungen sowie Perspektiven ber?cksichtigen.“
KI leistet einen Beitrag – braucht aber mehr Aufmerksamkeit
51 % der Besch?ftigten geben dieses Jahr an, dass KI sie im Allgemeinen produktiver macht. Auch 58 % der Arbeitgeber sagen, KI habe die Produktivit?t der eigenen Mitarbeitenden in den vergangenen zw?lf Monaten gesteigert. Allerdings bleiben die Nutzungs- und Trainingsangebote zu KI-Tools ausbauf?hig: Mehr als die H?lfte der Arbeitnehmer:innen (56 %) w?nscht sich hierzu mehr Qualifizierung. „Die Nutzung von KI, und die damit einhergehenden Produktivit?tssteigerungen der Mitarbeitenden, setzt die richtigen Skills voraus. Ohne betriebliche Weiterbildungsangebote und eine klare KI-Strategie, in die sie fest integriert sind, werden die KI-Vorhaben im Unternehmen straucheln“, f?gt Susanne Wi?feld hinzu.
Ohne Autonomie wird es schwierig
Mit Blick auf die Produktivit?t spielt auch das Thema Autonomie eine Rolle: 80 % der Arbeitgeber sind der Ansicht, dass mehr Autonomie die Produktivit?t, Mitarbeitendenbindung und Einsatzbereitschaft im Betrieb st?rkt. Unter Arbeitnehmenden ist Autonomie zudem ein wichtiger Bindungsfaktor: 65 % erkl?rten sich im Arbeitsbarometer bereit, eine Stelle zu verlassen, wenn ihre Autonomie durch den Arbeitgeber eingeschr?nkt w?rde. Und 24 % haben dies bereits getan, weil ihnen nicht genug Unabh?ngigkeit bei der Erledigung ihrer Aufgaben gew?hrt wurde.
„KI und Gemeinschaft sind wichtig, m?ssen aber durch ein gesundes Ma? an Autonomie gest?tzt werden. Denn Autonomie hebt nicht nur die Produktivit?t, sie bindet die Mitarbeitenden. Und zur Autonomie geh?rt auch, dass die eigenen Bed?rfnisse und Perspektiven ber?cksichtigt werden. Dies zahlt letztendlich auf die Produktivit?t im Betrieb ein“, so Susanne Wi?feld. Denn: 54 % der befragten Arbeitnehmer:innen sind der Ansicht, dass sie produktiver und engagierter im Job sind, wenn sie ihr authentisches Selbst sein k?nnen.
?ber das Randstad Arbeitsbarometer
Das Randstad Arbeitsbarometer wurde 2003 eingef?hrt und deckt inzwischen 35 L?nder auf der ganzen Welt ab. Die Studie erscheint einmal j?hrlich und macht sowohl nationale als auch globale Trends auf dem Arbeitsmarkt sichtbar. Verschiedene Pulse Surveys in ausgew?hlten L?ndern erg?nzen im Jahresverlauf das Randstad Arbeitsbarometer mit Einblicken in aktuelle Entwicklungen. Die Befragung wird online unter Arbeitnehmenden im Alter von 18 bis 67 Jahren durchgef?hrt, die erwerbst?tig oder Einzelunternehmer sind, oder arbeitslos, aber eine k?nftige Besch?ftigung anstreben. Die Mindeststichprobengr??e betr?gt 500 Interviews pro Land. F?r das Arbeitsbarometer 2025 wurden mehr als 26.000 Arbeitskr?fte in 35 L?ndern weltweit befragt, davon 1.000 in Deutschland. F?r das Arbeitsbarometer 2026 wurden mehr als 27.000 Arbeitskr?fte weltweit, davon 1.000 in Deutschland, und erstmals auch ?ber 1.200 Arbeitgeber befragt sowie ?ber 3 Millionen Stellenanzeigen untersucht.
Keywords:K?nstliche Intelligenz, Produktivit?t, Arbeitnehmer, Arbeitgeber, Unternehmen, Gemeinschaft, Autonomie