Warnung vor Falschmeldung

Essen – Roland Franz, Gesch?ftsf?hrender Gesellschafter der Steuerberatungskanzlei Roland Franz & Partner in Essen und Velbert, weist auf eine Falschmeldung hin. Demnach soll das Finanzamt automatisch ?ber Bargeldabhebungen von mehr als 2.000 Euro informiert werden. In Umlauf befindliche Tiktok-Videos behaupten, dass Bargeldabhebungen ?ber 2.000 Euro automatisch dem Finanzamt gemeldet w?rden. Teilweise steht dabei, dass dies ab sofort gelte. Bundeskanzler Friedrich Merz habe die Ma?nahme angeblich als Meilenstein im Kampf gegen Steuerhinterziehung angepriesen. Steuerberater Roland Franz stellt klar: Laut Bundesfinanzministerium gibt es keine solche Neuregelung beim Bargeld.

Bei einigen Banken gibt es ein t?gliches oder w?chentliches Limit f?r die Abhebung von Bargeld. Bei den Sparkassen sind beispielsweise je nach Region maximal 500 oder 2.000 Euro t?glich m?glich. Bei der Commerzbank (https://www.commerzbank.de/service/welche-limite-haben-die-karten-der-commerzbank/) liegt das Limit bei maximal 2.000 Euro pro Tag bzw. Woche. Der jeweilige Betrag l?sst sich bei der entsprechenden Sparkasse oder Bank aber individuell erh?hen. „Mit angeblichen Meldungen an das Finanzamt haben die Limits der Banken oder Kartenanbieter nichts zu tun – sie dienen laut der Sparkasse dem Schutz der Konten vor Missbrauch, etwa bei Verlust der Karte“, erkl?rt Steuerberater Roland Franz.

Die Rechtslage in Deutschland:

Einzahlen
In Deutschland gibt es aktuell auch keine Obergrenze beim Einzahlen von Bargeld, wie etwa die Sparkasse auf ihrer Webseite ausf?hrt (https://www.sparkasse.de/pk/ratgeber/finanzplanung/finanzen-und-haushalt/bargeld/bargeldobergrenze.html).
Laut der Bundesanstalt f?r Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) m?ssen Banken jedoch bei Betr?gen ?ber 10.000 Euro einen Herkunftsnachweis verlangen (https://www.bafin.de/SharedDocs/Downloads/DE/Auslegungsentscheidung/dl_ae_aua_bt_ki_gw.html;jsessionid=135753CD0E8CBC063FFF397E4B149707.internet992?nn=19659504).
Als Nachweis k?nnen ein aktueller Kontoauszug einer anderen Bank, ein Verkaufsbeleg oder ein Schenkungsvertrag dienen.

„Hintergrund ist das Geldw?schegesetz, das bestimmte Personenkreise wie z.B. Finanzdienstleister zu besonderer Sorgfalt und Aufsicht verpflichtet“, so Steuerberater Roland Franz.

Bezahlen
Beim Bezahlen mit Bargeld gibt es in Deutschland bislang ebenfalls keine Obergrenze, wie etwa das Europ?ische Verbraucherzentrum schreibt (https://www.evz.de/finanzen-versicherungen/bargeld-obergrenze-in-der-eu.html). In Deutschland m?ssen sich K?uferinnen und K?ufer bei einer Barzahlung von mehr als 10.000 Euro lediglich ausweisen.

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